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Letztes Update: 23.09.2018

Vorsicht: Fake-Preise auf amazon.de - fallt bloß nicht drauf rein!

Dem ein oder anderen wird auch bei uns aufgefallen sein, dass wir beispielsweise einen 80 Zoll Fernseher in unserer Datenbank mit einem Preis von 500 Euro listen. Jedem klar denkenden Menschen sollte das komisch erscheinen - das machen wir natürlich nicht mit Absicht so. Uns nervt es mittlerweile gewaltig. Die Quelle für dieses Problem ist amazon.de und wir wollen hier etwas mehr auf das Problem eingehen.

Besonders betroffen: Technik - also auch Fernseher

Fakepreise auf fernseher-kaufberatung.com
Fakepreise auf fernseher-kaufberatung.com
(Volle Größe)

Auf dem Bild rechts ist gut zu sehen, dass in einer unserer Bestenlisten zwei Fernseher zu unverschämt günstigen Preisen angeboten werden. Klickt man auf das Angebot, findet man diese Preise ebenfalls auf amazon.de (siehe dazu z.B. den Screenshot unten).

Woran liegt das?

Wir beziehen diese Preise über das API von amazon.de - wir fragen quasi direkt die amazon.de-Server, wie viel das Produkt kostet und bekommen eine Antwort. Diese zeigen wir an. Das API gibt also das wieder, was auf der Website zu sehen ist. Hier sind uns also die Hände gebunden.

Betroffen sind hiervon nicht nur Fernseher sondern quasi alle teureren Technik-Produkte, wie etwa Smartphones oder Kameras.

Grund: Betrügerische Händler

Der Grund für solche Fakepreise sind Händler, die sich problemlos anmelden können und für sehr viele Produkte gleichzeitig einfach solche Tiefstpreise innerhalb der amazon.de Shoppingplattform anbieten. Diese Preise werden dann eben auch jedem Besucher von amazon.de angezeigt. Interessanterweise sind diese Angebote problemlos als Betrug erkennbar.

Fakepreise auf amazon.de
Fakepreise auf amazon.de

Neben den unrealistischen Preisen - siehe oben 300 und 527 Euro - im Vergleich zum marktüblichen Preis von etwa 1800 Euro, ist schnell zu erkennen, dass das Geschäft außerhalb von amazon.de abgewickelt werden soll. Man soll sich per E-Mail an den Verkäufer wenden. So etwas ist gegen die AGB von amazon.de. Klar sollte sein, dass in so einem Fall der komplette Schutz, den amazon.de seinen Besuchern/Käufern bietet, nicht mehr gewährleistet werden kann.

Dem Betrüger auf den Leim gegangen - so läuft es ab

Angenommen es findet sich eine Person, die denkt, dass sie einen sonst 1800 Euro teuren Fernseher für schlappe 300 Euro ergattern kann und diese schickt tatsächlich eine E-Mail an den Fakehändler, bekommt diese Person recht schnell eine Bestätigung des Kaufs mit der Bitte den ausstehenden Betrag von 300 Euro auszugleichen.

Man soll an ein ausländisches Konto oder ein Konto einer unbedarften Person innerhalb Deutschlands überweisen (diese Person wird das Geld zügig weiterleiten). Hat man das getan, ja... dann ist das Geld weg und man hört nie wieder etwas vom Händler.

Lerneffekt: aufpassen, kritisch sein

Schaut euch IMMER die Referenzpreise an. Es ist schlicht unmöglich, dass ein Fernseher, der sonst 2000 Euro kostet, plötzlich für 500 Euro verkauft wird. Rabatte von 10 bis 20 % sind durchaus realistisch, vor allem, wenn es auf die Weihnachtszeit zugeht oder es spezielle Events, wie den Black Friday oder Cyber Monday gibt - mehr als 200 % sind aber einfach Unfug bzw. Betrug.

Da hier vor allem amazon.de betroffen ist und das Vorgehen recht einfach zu durchschauen ist: NIE der Aufforderung folgen sich per E-Mail zu melden, statt auf den "Bei amazon.de kaufen"-Button zu klicken.

Und immer merken: es betrifft nicht nur Fernseher!

Was macht amazon.de dagegen?

Amazon ist sich der Problematik natürlich bewusst und erkennt solche Betrüger relativ schnell und sperrt sie entsprechend. Für eine gewisse Zeit sind diese Preise allerdings für die Öffentlichkeit sichtbar. Hin und wieder sieht man größere Wellen, wo neue Händler stündlich Fakepreise für Produkte auf die Plattform stellen und so Besucher verwirren. Daher muss man am Ende achtsam sein und von dieser Masche wissen.

Besonders ärgerlich für uns ist, dass obwohl Händler gesperrt werden, die Fakepreise weiterhin per API ausgeliefert werden. Das hat sicherlich mit internen automatisierten Prozessen von amazon.de zu tun, es dauert einfach deutlich länger, bis sich die Änderung (Händlersperrung) auf das API ausgewirkt hat.

Daher bleibt unseren Besuchern leider auch nichts anderes übrig, als auch mit den Preisen, die wir anzeigen, kritisch zu sein. Könnten wir das verhindern, wäre es schon lange geschehen!

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