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Was ist HEVC/ H.265?

Vor allem, wenn es um das Thema Ultra HD bzw. 4K geht, fällt immer wieder die Abkürzung HEVC/ H.265. Hierbei handelt es sich um ein Codec, ähnlich MP3 für Audio-Dateien, bei dem das Originalmaterial (damals die CD-ROM) extrem stark komprimiert wird und im mp3-Format abgespeichert wird - ein Format, das heute nicht mehr wegzudenken ist.

Abkürzung: HEVC

HEVC steht für High Efficiency Video Coding - wie der Name schon sagt, werden hier die Originalen Videoinhalte mit dem speziellen Verfahren so stark komprimiert, dass sie - meist bei gleichbleibender Qualität - deutlich kleiner sind. Das führt dazu, dass hochaufgelöste Filme - also 4K-Inhalte - wenig Platz verbrauchen bzw. bei schneller Internetverbindung über das Netz gestreamt werden können. HEVC - auch als H.265 bezeichnet - ist der offizielle Nachfolger des Kodierungstandards H.264, den die meisten kennen werden.

HEVC - darauf ist zu achten!

Um wirklich sicher mit einem 4K-Fernseher durchstarten zu können, sollte man auf einige Kleinigkeiten achten - darunter ist beispielsweise die Version des HDMI-Anschlusses. Der 4K-TV sollte HDMI 2.0 unterstützen. Um wirklich zukunftssicher zu sein, sollte im Datenblatt des Fernsehers (oder Bluray-Players) zu finden sein, dass dieser H.265 unterstützt.

HEVC bringt uns in die Zukunft der Videoübertragung, es wird gewährleisten, dass wir tolle Inhalte bekommen ohne viele Daten herunterladen zu müssen.

Lizenzgebühren an das Konsortium HEVC Advance

Bei allen HEVC-Formatversionen müssen Linzengebühren von allen Herstellern und Betreibern von Diensten gezahlt werden, die in irgendeiner Art und Weise HEVC/H.265 verwenden. Typische Hersteller sind nat. Hersteller von Fernsehern und Receivern, aber auch Netflix, Amazon und Co. nutzen das neue Format in ihren Streaming-Diensten und müssen dafür zahlen. Die Gebühren unterscheiden sich je nach Einsatzgebiet. So muss ein TV Hersteller einmalig eine Gebühr von etwa 2,03 US-Dollar pro Gerät zahlen. Content-Anbieter, wie Netflix, zahlen 0,5% auf ihre Einnahmen. Neuerdings können bestimmte Anbieter und Softwarehersteller das Format kostenlos nutzen, um es weiter zu verbreiten und populärer zu machen.

Allgemein ist es auch so, dass die jährliche Abgabe pro Hersteller gedeckelt ist. Aktueller Wert für Fernseher-Produzenten wäre 40 Millionen US-Dollar. Streaming-Dienste haben eine Obergrenze von 6,5 Millionen US-Dollar. Eine weitere Sache, die erwähnenswert ist, ist der Unterschied in den Regionen. Die genannten Werte sind nicht weltweit gleich. Außerdem entwickelt sich der Standard nonstop weiter. Aktuell ist man bei Version 4 (Dezember 2016), parallel dazu werden Gebühren, Regeln und Co. angepasst.

Es ist nicht davon auszugehen, dass die recht moderaten Gebühren für diesen kommerziellen Codec dazu führen werden, dass freie Codecs, wie VP9 von Google größeren Anklang finden werden. Zumindest ist das nicht wirklich absehbar. Alle neueren Fernseher und Receiver haben eher den Fokus auf H.265.

Fernseher mit HEVC

Ein besseres Bild zu dem Thema vermitteln auch die drei unten gezeigten Fernseher, die mit HEVC ausgestattet sind. Über die weiteren Informationen sieht man, was diese Fernseher außerdem ausmacht.

Wichtig ist HEVC und H.265 in Zusammenhang mit dem neuen DVB T2 HD. Wenn du einen Fernseher mit DVB T2 im Datenblatt findest, heißt das nicht, dass auch das aktuell notwendige DVB T2 HD unterstützt wird. Hierzu ist das Codec H.265 nötig, d.h. unbedingt auf die Kombination DVB T2+H.265 achten bzw. allgemein bewusst machen, dass es einen Unterschied zwischen DVB T2 und DVB T2 HD gibt!
RangFernseherEinschätzungInformationen
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Fragen & Antworten: Was ist HEVC/ H.265?

Hier findest du Fragen (und zeitnah unsere Antworten) zum Thema Was ist HEVC/ H.265?, die unsere Besucher in der Box unten gestellt haben.

Frage: Kann man mit einem Fernseher, der H.264 unterstützt, die neuen Sender der DVB T2-Technik empfangen?

Antwort: Nein, ein Fernseher, der nur H.264 decodieren kann, ist leider nicht für DVB T2 (HD) geeignet. Hierzu muss der Nachfolger H.265 bzw. HEVC unterstützt werden. Alternativen sind eben passende DVB T2 Receiver.

12.02.2017

Frage: Wir haben im Augenblick noch einen Festplattenrecorder von Panasonic (DMR EX77), die Antenne wird momentan zum Fernseher durchgeschliffen. Wenn ich nun vor dem "DMR EX77" einen DVB T2 Receiver setze, muss dann vor dem Fernseher auch noch ein Receiver geschaltet werden ?

Antwort: So eine Frage würde ich eher dem Hersteller des Recorders stellen - so etwas ist hier schwer zu beantworten. Allgemein würde ich sagen "Ja" - bzw. es hängt davon ab, wie das ganze aufgebaut und verwendet wird. Falls der TV über den Recorder auf den da angeschlossenen Receiver zugreifen kann ohne dass der Recorder aufnehmen muss, dann bräuchte es keinen zusätzlichen Receiver. Nachteil wäre dann aber, dass man die gesamte Kette an Geräten immer an haben muss. Angaben ohne Gewähr versteht sich in diesem Fall!

21.02.2017

Frage: Sind alle neuen Fernseher mit Codec H.265 / HEVC ausgestattet oder gibt es dort auch noch unterschiede ??

Antwort: Da wäre ich sehr vorsichtig und würde immer drauf schauen, was im Datenblatt steht. Teilweise werden ja in Deutschland Fernseher verkauft (EU-Modelle), die sonst in z.B. Österreich Verwendung finden, wo es kein HEVC o.ä. gibt. Kauft man so einen Fernseher - der ist dann relativ neu - kann es sein, dass H.265/HEVC nicht vorhanden ist. Das ist dann meist softwareseitig deaktiviert worden. Allgemein Unterschiede gibt es in dem Bereich nicht - entweder der Fernseher kann Material mit H.265 dekodieren oder eben nicht. Bei der Auswahl eines TV würde ich da daher immer drauf achten, dass er DVB T2 HD kann (damit muss er H.265 können).

21.02.2017

Frage: An wen zahlen die TV Hersteller die Lizenzgebühren ? Wie hoch ? Ab wann ?

Antwort: Wurde oben in einem eigenen Absatz hinzugefügt. Danke für den Input.

16.03.2017

Frage: Senden die TV-Anstalten dann auch in HEVC (höher als 1080p in UHD) aus oder doch nur in Full-HD (1080p)? Wird das Material HD(1080p) dann mit HEVC auf UHD hochgerendert ?

Antwort: Du meinst vermutlich die aktuelle Umstellung auf DVB T2 HD - hier wird der Inhalt seitens der TV Anstalten mit HEVC kodiert und versendet. Die maximale Auflösung liegt bei DVB T2 HD bei 1080p. Der eigene Fernseher kann das dann nat. auf UHD hochskalieren. Das allgemeine Hochskalieren (Upscaling) hat aber eigentlich nichts mehr mit HEVC oder H.265 zu tun.

20.04.2017

Frage: Wie kann ich herausfinden ob mein Fernseher HEVC/H.265 unterstützt und ob mein Model deutscher Herkunft ist? Ich besitze den Sony KD55XE9305.

Antwort: Der Sony unterstützt HEVC/H.265 bis zu 3840 x 2160/60p und 10 Bit. Sollte also kein Problem sein. Die Frage nach der Herkunft ist komplexer und allgemein wird es da keine Antwort geben. Es lohnt sich zu schauen, ob man den TV in deutschen Läden/Shops kaufen kann, falls ja, ist er zumindest für den deutschen Markt ausgelegt.

21.04.2017


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