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HD, Full HD oder 4K - Welche Auflösung braucht mein Beamer?

Auflösungen für Beamer
Auflösungen für Beamer

Wie Monitore oder Fernseher verfügen auch Beamer über eine Auflösung, die entweder als Abkürzung wie HD oder Full-HD oder mit Hilfe von zwei Zahlen verbunden durch ein kleines x angegeben wird. Es handelt sich dabei um die Anzahl der Bildpunkte (Pixel) in der horizontalen und vertikalen Ebene. Das zu wissen ist wichtig, denn die Auflösung muss sowohl zur Eingangsquelle als auch zur Raumsituation passen.

Beamer Auflösung: Interpolation ist schlecht

Im Prinzip kann der Beamer jedes Eingangssignal unabhängig seiner Auflösung verarbeiten. Bei dem, was handelsüblich als "Auflösung" angegeben wird, handelt es sich eigentlich um die sogenannte "native Auflösung". Nur bei dieser ist für jeden Bildpunkt eine Farbinformation vorhanden, wodurch die maximale Schärfe erreicht wird. Ist das nicht der Fall, muss für die fehlenden Bildpunkte die Farbinformation errechnet, also interpoliert werden. Zwar sind heutige Interpolationsverfahren durchaus effizient, den Unterschied erkennt man aber trotzdem sofort. Das Bild wirkt unscharf und die Farben verwaschen.

Die Auflösung des Beamers sollte möglichst zu der Quelle passen, die am häufigsten genutzt wird, denn so muss am wenigsten interpoliert werden. Wie die aussieht, kann höchst unterschiedlich sein:

  • Normale DVDs liegen im unteren Spektrum der Auflösungen. Hier reicht bereits das sogenannte 576i oder auch 1024 x 576 Pixel. Auch das alte PAL-Fernsehformat und heutige SD-Digitalkanäle nutzen diese Auflösung. Vorsicht: Das Gegenstück in 4:3 nennt sich ebenfalls 576i, hat in der Breite aber nur 768 Bildpunkte.
  • Für Präsentationen wird im Regelfall entweder XGA oder SXGA+ genutzt. Diese verfügen über 1024 x 768 bzw. 1280 x 1024 Bildpunkte. Ebenso zur Darstellung von Office-Programmen auf Leinwänden eignen sich Beamer mit diesen Auflösungen, da sie über das passende Seitenverhältnis verfügen.
  • Wer in Richtung Heimkino gehen möchte, braucht mindestens 720p (HD-ready), besser noch 1080p (Full-HD). Letzteres wird längst nicht mehr nur von Blu-Rays genutzt, sondern auch von Spielekonsolen, Streaming-Seiten wie Netflix und Co. und sogar Handybildschirmen. Lediglich ältere Blu-Rays setzten noch auf 720p, mittlerweile ist diese Auflösung aber obsolet.
  • Blu-Rays in Ultra-HD und 4K sind zwar noch spärlich, aber zusammen mit Streaming-Diensten wie Netflix und YouTube sowie den Spielekonsolen XBOX ONE X und der PS4Pro gibt es schon einige Quellen, die eine Auflösung von 3840 x 2160 Bildpunkten liefern. Ein Vorteil: Da Full-HD genau einem Viertel der Auflösung entspricht, sind solche Geräte meist in der Lage, diese auf die native Auflösung zu skalieren und damit den Bildeindruck zu verbessern.

Auch der Sitzabstand ist entscheidend bei der Wahl der Beamer Auflösung

Bei Fernsehern gibt es eine feste Pixeldichte, die sich aus der Auflösung und der Größe des Panels errechnet und daraus resultierend einen festen Sitzabstand, bei dem der Eindruck des Bildes am besten ist. Das geht bei Leinwänden aber nicht, da sowohl die Größe der Beamer Leinwand als auch der Sitzabstand stark variieren können. Empfehlungen gibt es viele, entscheidend ist aber, je höher die Auflösung gewählt wird, desto kleiner kann der Sitzabstand gewählt werden und desto größer kann die Leinwand sein, um die gleiche optische Bildqualität zu erreichen.

Bei allen Auflösungen bis Full HD wird als Faustformel für den Sitzabstand der doppelte Wert der Breite der Leinwand bzw. des Bildes empfohlen. Ist die also 2 Meter breit, sollte man etwa 4 Meter weit weg sitzen. Bei HD stehen mehr Pixel zur Verfügung, sodass auch bei größeren Leinwänden mehr Details erkennbar werden. Damit das gelingt muss der Sitzabstand gleichzeitig verringert werden, weswegen hier nur noch der einfache Wert der Bildbreite als Indikator für den optimalen Sitzabstand genommen wird. Wer jetzt meint, dass ein Sitzabstand von 2 Metern bei einer Leinwandgröße von ebenfalls 2 Metern doch ziemlich klein ist, hat mit Sicherheit recht, jedoch hat sich gezeigt, dass man sich daran durchaus gewöhnen kann. Bei 4K schrumpft der optimale Sitzabstand übrigens noch mehr. Hier darf man sich so nah heransetzen, das eine Betrachtung ohne Kopfbewegungen gerade noch möglich ist.

Defakto ist der optimale Sitzabstand aber eine sehr subjektive Entscheidung. Je höher die Auflösung des Beamers an der Wand, desto näher kannst du dran sitzen, ohne einzelne Pixel wahrzunehmen. Das bedeutet aber nicht, dass das für dich die perfekte Entfernung ist.

Full-HD noch immer Standard

Auch wenn der 4K-Zug (siehe 4K Auflösung und 4K Beamer) schon losgefahren ist, kann man solche Geräte momentan eigentlich nur für echte Enthusiasten empfehlen. Vor allem deswegen, weil man eine relativ große Leinwand benötigt, um überhaupt einen Vorteil im Detailgrad feststellen zu können. Full-HD ist und wird wohl auch noch ein ganzes Weilchen der Standard sein. Nicht zuletzt deswegen, weil die meisten Quellen von Blu-Rays bis zu mobilen Endgeräten mit dieser Auflösung daherkommen. Und sollte sich trotzdem mal eine Blu-Ray mit Ultra-HD im heimischen Abspielgerät verirren, profitieren auch Full HD Beamer von der höheren Auflösung, weil das Bild dadurch eine natürliche Kantenglättung erhält.

Zwar sind Beamer mit Full HD oder 4K Auflösung sehr teuer, aber der Zusatzpreis lohnt sich. So hast du für mehrere Jahre ein Gerät, das einen gewissen Standard bietet. Das ist vor allem wichtig, wenn du das Gerät als Heimkino Beamer verwendest.

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